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Der Ständige DiakonatEs gab in der Kirche fast von Anfang an neben dem Bischofs- und dem Priesteramt ein weiteres, drittes Amt, das Amt des Diakons. Dieses Amt wurde im Mittelalter in der katholischen Kirche auf eine "Durchgangsstufe" für Priesteramtskandidaten reduziert. Erst das II. Vatikanische Konzil hat sich wieder auf das Amt des Diakons und seine Bedeutung für die Kirche und vor allem für das Leben der Gemeinde besonnen und den so genannten Ständigen Diakonat wieder eingeführt. Dieses Amt heißt Ständiger Diakonat, weil es eben keine Vorstufe zum Priesteramt, sondern ein eigenständiges neben dem Priester- und Bischofsamt darstellt. Es ist also auf Dauer angelegt und im Gegensatz zum Priesteramt auch verheirateten Männern (ab 35 Jahren) zugänglich. Die Aufgabenbereiche in denen ein Diakon sich einbringen kann sind vielfältig.
Alle Möglichkeiten hier aufzuzählen würde zu weit führen. Der Ständige Diakon mit Zivilberuf
Es gilt allerdings zu beachten, dass es den Ständigen Diakon im Erzbistum Paderborn nur in der Form des Ständigen Diakons mit Zivilberuf gibt. Wie der Name schon andeutet, bleibt der Ständige Diakon in seinem Hauptberuf tätig. Er ist also in erster Linie weiter Familienvater und zur Versorgung seiner Familie in seinem Zivilberuf tätig. Erst danach steht er der Kirchengemeinde als Diakon zur Verfügung. Obwohl der Diakon das Sakrament der Weihe empfängt und damit dem Klerus angehört, ist die Tätigkeit des Ständigen Diakons mit Zivilberuf in erster Linie eine Ehrenamtliche. Die AusbildungVoraussetzung für die Zulassung zum Ständigen Diakonat mit Zivilberuf sind ein mittlerer Bildungsabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung. Nach Annahme durch ein entspr. Gremium des Erzbistums beginnt die Ausbildung dann mit dem Studium des Grundkurses “Der christliche Glaube” von “Theologie im Fernkurs” der Domschule Würzburg. Dieser beinhaltet neben dem Studium von Lehrbriefen zu vielen theologischen, philosophischen und ethischen Themen auch zwei Präsenzphasen (ein Studienwochenende und eine Studienwoche). Nach ca. 18 Monaten wird das Grundstudium durch eine einzureichende, schriftliche Hausarbeit und eine mündliche Prüfung abgeschlossen. Im Anschluss folgt der ebenfalls ca. 18 Monate dauernde Aufbaukurs von “Der christliche Glaube”, der wiederum 2 Präsenzphasen enthält und neben der Hausarbeit und der mündlichen Prüfung auch noch zwei Klausuren (nach neuer Studienordnung nur noch eine) beinhaltet. Parallel zum Aufbaustudium beginnt die Ausbildung durch das Erzbistum. Dazu werden Diakonatsbewerberkreise gebildet, deren Teilnehmer durch einen geistlichen Mentor begleitet werden und sich in der Regel einmal pro Monat für einen Tag treffen um sich mit verschiedensten geistlichen, theologischen aber auch praktischen Themen auseinander zu setzen. Dieser Teil der Ausbildung dauert ungefähr 3 - 3 1/2 Jahre. Im dritten Ausbildungsjahr erhalten die Bewerber die sogen. “Liturgische Beauftragung” zum Akolythat und Lektorat durch einen Bischof oder Weihbischof. Spätestens ab diesem Zeitpunkt sollen Sie in ihren jeweiligen Gemeinden Aufgaben des Lektors und des Kommunionhelfers übernehmen. Ausserdem dürfen Sie in der Hl. Messe nach der Kommunion die Reinigung der liturgischen Gefäße übernehmen. Im vierten Jahr erfolgt dann die Admissio, die offizielle Aufnahme unter die Kandidaten für die Diakonenweihe, die wiederum durch einen (Weih-)Bischof vorgenommen wird. Die DiakonenweiheAm Ende der Ausbildung schließlich erfolgt die Weihe zum Diakon. Bei den Ständigen Diakonen mit Zivilberuf findet sie im Erzbistum Paderborn durch den Erzbischof im Hohen Dom zu Paderborn statt. AnmerkungenZum Schluss möchte ich noch einige Hinweise geben, die mir wichtig erscheinen und Antworten auf Fragen geben, die mir immer wieder gestellt worden sind:
Sollten Sie weitere Fragen haben, sprechen Sie mich gerne an, oder schreiben mir eine eMail. Andreas Hintermüller |

Liebe Gemeinde, liebe Besucher der Internetseite von St. Michael.