Ökumenischer Jugendkreuzweg
findet wieder statt – und fordert Perspektivwechsel
Katholische und protestantische Jugendliche folgen dem Leidensweg Jesu
Am Freitag, 08. April wird er gegangen, der ökumenische Jugendkreuzweg, der von den katholischen und evangelischen Kirchengemeinden Bergkamens gemeinsam organisiert und durchgeführt wird. Der Kreuzweg beginnt um 16.30 Uhr (gemeinsames Treffen um 16.15 Uhr) in der Ev. Auferstehungskirche, Goekenheide 5, führt von dort zur katholischen St. Michaelskirche, weiter zur Ev. Friedenskirche und endet in der katholischen St. Elisabethkirche. Dort beschließt ein Agapemahl in den Räumen des Pfarrheims den Kreuzweg.
Zum ersten Mal findet der ökumenische Jugendkreuzweg damit nicht auf der Halde „Großes Holz“ statt, sondern führt durch das Herz unserer Stadt, durch die Wohngebiete Bergkamens. Mit der Wahl dieses Weges nähern sich die Organisatoren den Zielen des Jugendkreuzwegs: Jugendliche beider Konfessionen erfahren, dass der Leidensweg Jesu vor 2000 Jahren dem eigenen Lebensweg Halt und Stütze sein kann. Denn viele Passsagen des eigenen Lebensweges können schmerzvoll sein. Der ökumenische Jugendkreuzweg verbindet diese Passagen mit dem Kreuzweg Jesu und verspricht: Das Leiden Jesu trägt Dein eigenes Leiden. Der Jugendkreuzweg animiert dazu, das eigene Leben im Licht des Glaubens zu betrachten und Standorte zu Gott, zum Glauben, zur eigenen Lebensweise zu hinterfragen und neu zu bestimmen. Und das wollen auch die Kreuzwegbilder, welche die künstlerische Grundlage dieses Gebetsganges sind und in den Kirchen bei kurzen Gebetsstationen gezeigt werden. Neun Bilder des Theologen und Künstlers Stefan Weyergraf unter der Überschrift „Aus seiner Sicht“. Sie sind schrill, sie sind außergewöhnlich, sie fordern heraus und vor allem, sie erfordern den Perspektivwechsel. Denn der Betrachter nimmt gänzlich Jesu Sicht auf das Geschehen ein. Er verfolgt Szene um Szene fix durch die Augen Jesu, und das so konsequent, dass sich auch das Bildmotiv mit seinem Blick verändert, neigt, kippt. Die gewohnte Sicht ist verschoben, verdreht, die Perspektive völlig umgekehrt. Somit sieht der Betrachter Jesus nicht, weil er seinen Standpunkt einnimmt. Das irritiert, fordert dazu heraus, sich umzusehen,„umzudenken, seinen Kopf zu drehen und sich neu in das Bildmotiv hineinzusehen. Dieser Perspektivwechsel holt ihn aus der Rolle des distanzierten Beobachters heraus und mitten hinein in die dargestellte Szenerie. Das provoziert die eigene Standortbestimmung: Auf wessen Seite stehe ich tatsächlich? Bin ich Opfer oder Täter?
Wir laden alle interessierten Jugendlichen zum Ökumenischen Jugendkreuzweg herzlich ein!!!
Treffpunkt: 16.15 Uhr (Beginn 16.30 Uhr) an der Auferstehungskirche in Weddinghofen, Goekenheide 5. Der Kreuzweg endet ca. 19.00 Uhr im Pfarrheim St. Elisabeth.
