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Manch einem Gemeindemitglied wird Herr Hintermüller sicher schon als Lektor und Kommunionhelfer bekannt sein. Warum also diese nochmalige Beauftragung? Es gab in der Kirche fast von Anfang an neben dem Bischofs- und dem Priesteramt ein weiteres, drittes Amt, welches recht schnell auf eine "Durchgangsstufe" für Priesteramtskandidaten reduziert wurde: das Amt des Diakons. Erst das II. Vatikanische Konzil hat sich wieder auf das Amt des Diakons und seine Bedeutung für die Kirche und vor allem für das Leben der Gemeinde besonnen und den so genannten Ständigen Diakonat wieder eingeführt. Dieses Amt heißt Ständiger Diakonat, weil es eben keine Vorstufe zum Priesteramt, sondern ein eigenständiges neben dem Priester- und Bischofsamt darstellt. Es ist also auf Dauer angelegt und im Gegensatz zum Priesteramt auch verheirateten Männern (ab 35 Jahren) zugänglich. Die Aufgabenbereiche in denen ein Diakon sich einbringen kann sind vielfältig.
Im Erzbistum Paderborn gibt es z. Zt. 19 Männer, die sich in zwei so genannten Diakonatskreisen darauf vorbereiten ständige Diakone zu werden. Die Ausbildung dauert ca. 4 Jahre und umfasst neben einem Theologiestudium auch eine geistliche und praktische Ausbildung durch einen beauftragten Priester des Erzbistums. Weiterhin enthält es (und damit schließt sich der Kreis wieder) die Beauftragung zum Akolythen und Lektoren. Einer dieser 19 Bewerber für das Amt des Ständigen Diakons ist Herr Hintermüller. Wenn alles wie geplant läuft, dann wird er zusammen mit 8 anderen Bewerbern im Frühjahr 2007 von unserem Erzbischof zum Ständigen Diakon geweiht. Das heißt dann aber nicht, dass er von diesem Zeitpunkt an ausschließlich für die Gemeinde tätig sein wird. Es gibt 2 Formen des Ständigen Diakonats: den hauptamtlichen Ständigen Diakon und den Ständigen Diakon mit Zivilberuf. Der Name des Letzteren – Ständiger Diakon mit Zivilberuf – deutet schon an, was es damit auf sich hat. In erster Linie bleibt man weiterhin Ehemann und Familienvater, man ist weiter in seinem Beruf tätig und erst danach arbeitet man als Diakon für die Gemeinde (genau diese Reihenfolge betont übrigens auch der Erzbischof immer wieder!!!). Von alters her kümmern sich Diakone z.B. um diejenigen, die am Rand der Gemeinde oder außerhalb der Kirche stehen (also heute ein sehr weites Feld). Weiterhin kann er sich in die Liturgie einbringen. Er darf taufen, bei Trauungen assistieren, beerdigen. Er kann in der Verkündigung arbeiten, und vieles mehr. Natürlich kann ein Ständiger Diakon mit Zivilberuf sich nicht in alle Aufgabenbereiche einbringen. In welchen Bereichen Herr Hintermüller nach seiner Weihe tätig sein wird, wird sich dann im Laufe der Zeit zeigen. Im folgenden finden Sie einige Bilder von der Beauftragung zum Lektoren und Akolythen. |

